Am 11. März 2002 feierte der Bethlehems-Verein e.V. sein 25-jähriges Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlaß fand in der zur Geschäftsstelle gehörenden "Apostel-Petrus-Kapelle" in der Motzstraße 52
(U-Bhf. Viktoria-Luise-Platz) um 18 Uhr ein Festgottesdienst statt.

Gleichzeitig erschien unter dem Titel "Frohe Botschaft aus Bethlehem" die deutsche Ausgabe der arabischen Predigten von Bischof D. Naim Nassar (Jerusalem) in Erstauflage, die der Verein mit Genehmigung und unter tätiger Mithilfe des Verfassers herausgibt.

Der Sonderdruck kann unter der Best.-Nr. S-4 für 7,50 € in der Geschäftsstelle bestellt werden. Er enthält unter anderem 20 Predigten sowie 8 theologische Vorträge, die der inzwischen emeritierte Bischof der ELCJ in Bethlehem gehalten hat.


Die Jubiläums-Feierlichkeiten des Bethlehems-Vereins

Im Jahre 1977 wurde der Bethlehems-Verein gegründet. Am Gründungstag, dem 11. März, beging er nun im Jahr 2002 sein 25. Gründungsjubiläum mit einem Festgottesdienst in der zur Geschäftsstelle gehörenden Apostel-Petrus-Kapelle zu Berlin-Schöneberg. Etwa 40 Mitglieder und Freunde nahmen an diesem Gottesdienst teil. Mit großer Freude konnten wir die lange vorbereitete deutsche Übersetzung von 20 Predigten des Bischofs D. Naim Nassar in einem 100-seitigen Buch präsentieren, das den Titel "Frohe Botschaft aus Bethlehem" trägt. In großer Klarheit und Eindeutigkeit kommt diese Frohe Botschaft aus Bethlehem zu uns herüber. Wer sich in die in der Weihnachtskirche zu Bethlehem in arabisch gehaltenen Predigten vertieft, wird das Gold des Glaubens finden können.

Im Anschluß an den Gottesdienst konnten sich viele Mitglieder bei einem arabisch inspirierten Festschmaus austauschen und die leider eher schlechten Nachrichten aus der Geburtsstadt Christi hören, die uns über das Internet in Wort und Bild fast täglich erreichen. Ein Blick in die Archive klärte uns darüber auf, dass nur noch fünf Gründungsmitglieder des Vereins zu uns gehören. Drei davon waren zu unserer Freude anwesend.


Am 13. Mai 1962 wurde die Apostel-Petrus-Kapelle als Ladenkirche mit einem Gottesdienst in Gebrauch genommen. Dieses Datum jährte sich nun in diesem Jahr zum vierzigsten Mal! Unsere Jubiläumswoche vom 13. bis zum 19 Mai stand deshalb unter dem Motto: "40 Jahre Ladenkirche". Wir haben in der Kapelle sieben Gottesdienste gefeiert, fünf davon als Abendmahlsgottesdienste. Wir haben zweimal vor dem großen Bild "Das himmlische Jerusalem" über die dort verarbeiteten biblischen Geschichten meditiert. Wir haben zweimal die Complet gesungen. Wir haben die Wandmalereien der Kapelle aus den verschiedensten Blickwinkeln erklärt, erläutert und gepredigt bekommen. Wir haben dabei Erkenntnisse haben dürfen, die über die kurzen Anmerkungen der Farbbild-Dokumentation weit hinausgehen. Wir haben Begegnungen von Ladenkirchengliedern aus den Anfangszeiten mit ihren Lehrern miterlebt und haben selbst auch viele Bekannte von früher wiedergesehen. Jeder der diese Abende mitgestaltet hat, gab sich besondere Mühe, das Beste zu geben und so haben alle, die daran teilgenommen haben, wertvolle Stunden erlebt. Wir, das sind die insgesamt 177 Teilnehmer. 15 davon nahmen an den ersten drei Abenden regelmäßig teil. Am vierten Abend waren es noch 9, am fünften Abend 8 und am sechsten Abend 7. An allen sieben Abenden haben letztlich 5 durchgehalten. Alle Kollekten zusammen betrugen genau 500 Euro! Die Heilsbronn-Band hat an vier Abenden gesungen. Am Pfingstsonntag bekam jeder eine Rose mit einem Licht zusammen gebunden in die Hand. Einer alten Tradition folgend wurde dieses Licht als Zeichen für das flammende pfingstliche Feuer des Heiligen Geistes bei der Epistel entzündet. Der 19. Mai - Pfingsten - fiel in diesem Jahr auf den fünften Todestag von Supdt. George. Wir haben deshalb im Gedenken an den maßgeblichen Gründer sowohl des Bethlehems-Vereins als auch der Ladenkirche einen Blumengruß an seinem Grab im Anschluß an den Gottesdienst niedergelegt.

Viele Fragen haben uns ermutigt, das "Wagnis" eines solchen geistlichen Angebots zukünftig wieder anzugehen. Diese sieben Gottesdienste sollen jedenfalls nicht die letzten in der Apostel-Petrus-Kapelle gewesen sein.